Vorerst letzter Tag in Darwin
In den 3 Wochen die wir nun in Darwin sind, haben wir etwa 2 Wochen versucht Ed zu verkaufen. Zunächst gab es so gut wie keine Interessenten, außer einem Typen aus Kuwait, worauf wir lieber mal nicht weiter eingegangen sind. Um mehr Aufmerksamkeit auf Ed zu lenken, liefen wir von Hostel zu Hostel und verteilten Anzeigen. Dabei sind wir auf einen Aushang von „Enchanted Moments“ gestoßen, wo nach 2 männlichen, arbeitsgierigen Wesen gesucht wurde. Flix hat sofort angerufen und den Job noch in der gleichen Minute bekommen.
Am Donnerstag, dem 19. August war sein 1. Arbeitstag. Seine Aufgaben bestanden darin, Lichterketten und Lampions zu montieren und Sitzbezüge zusammenzulegen. Am nächsten Tag durfte ich die Hochzeits – Eventplaner auch mit meiner Anwesenheit unterstützen. Wir schleppten Tische und Stühle durch die Gegend, dekorierten, wuschen Gläser, bügelten, legten Tischdecken und Sitzbezüge zusammen und machten die Arbeit von echten Hochzeitsplanern.
Am darauffolgenden Donnerstag trafen wir uns nach der Arbeit noch mit 2 Deutschen, die sich unseren Eddie anschauen wollten. Die 2 waren völlig begeistert und wir konnten uns noch am gleichen Abend auf stolze 4300AUD einigen. Somit sagten wir den 2 ebenso interessierten Franzosenpärchen für den nächsten Tag ab und machten ein Autoverkaufstreffen für Freitag aus. Die 4 Franzosen wollten mit Ed zunächst in die Werkstatt, was sehr vernünftig ist, wohl im Endeffekt aber eher gegen einen Kauf sprechen würde?!
Freitags mussten wir zunächst Arbeiten und baten Debbie, die Chefin, schon am Vortag darum, nur bis 13 Uhr arbeiten zu müssen, da wir den Van verkaufen wollten. Als wir dann bereit zum Gehen waren, sagte uns Deb dass wir noch ein paar Stunden da bleiben müssten. Was der Grund für diese Restriktion war,  ist uns noch etwas unklar. Entweder gab es wirklich noch so viel zu tun oder aber Debbie war wegen dem Mordversuch an ihren Mann, Ellen, etwas sauer. Ellen stand auf einer Leiter und wollte eine Lichterkette am Baum befestigen. Felix hielt die Leiter zunächst fest, sollte dann jedoch einer anderen Aufgabe nachgehen. Keine 10 Sekunden später gab es einen Schlag, die Leiter fiel um und Ellen hing in 5 Meter Höhe wie ein hobbitartiger Affe am Baum. Es blieb nur eine kleine Kratzspur im Gesicht zurück ansonsten ist er wohlauf. Die „Überstunden“ haben allerdings gar nicht in den Plan gepasst, da wir Ed erst noch ausräumen mussten und den Deutschen versprochen haben, dass sie das Auto noch im Hellen bekommen werden. Wir bereiteten noch 2 Hochzeiten mit vor und hatten danach Feierabend. Um kurz nach 16 Uhr waren wir am Zeltplatz, wo uns Unschönes erwartete. Trotz Trockenzeit hat es in manchen Regionen Darwins ziemlich stark geregnet (wir haben beim Arbeiten nichts davon mitbekommen). Die letzten Nächte haben wir nicht mehr im Auto, sondern wegen der drückenden Hitze in einem planlosen Zelt geschlafen. Außerdem haben wir noch ein Zelt aufgebaut in welches wir wahllos Sachen aus Ed verfrachtet haben. Nun hat der Regen nicht nur das Moskitozelt komplett unter Wasser gestellt (etwa 10cm hoch), sondern auch das andere mit Plane, wo Bücher und viele Erinnerungen an Australien drin waren. Wir kamen also ohnehin viel zu spät am Zeltplatz an und mussten dann noch ein paar Trockner für das ganze Bettzeug anschmeißen. Ziemlich ärgerlich, aber nicht so schlimm wie der Verlust unserer anderen Dinge die im Zelt waren.
Wir räumten so schnell wir konnten auf und Felix fuhr gegen halb acht zum letzten Mal in die Stadt um Eddie zu übergeben. Eddie wird wohl auch weiterhin Eddie heißen dürfen.
Die 1. Nacht ohne Ed war schon sehr seltsam, wir waren allerdings auch erleichtert, da wir so direkt am nächsten Tag unseren Flug nach Bali buchen konnten.
Heute Morgen sind wir extra früh aufgestanden, damit wir möglichst viel Zeit auf dem totally awesome giant jumping pillow (tagjp)verbringen können. Um 8 Uhr war allerdings schon Schluss mit dem wundervollen Hüpfgefühl. Irgendwie bin ich so blöd aufgekommen, dass meine kleinste Fußzehe jetzt (ein paar Stunden später) dick und blau-lila ist und ich kaum noch auftreten kann. Naja es gibt wohl auch schlimmeres als eine gebrochene Fußzehe.
Zum Beispiel – nicht weiter springen zu können.
In ein paar Stunden hebt dann unser Flieger nach Bali ab, worauf wir uns beide sehr freuen. Nach 9 Tagen Aufenthalt geht es allerdings nochmal für ein paar Tage nach Darwin und dann auch schon wieder nach Hause.