26. März 2010

Fraser Island

Geschrieben von admin in Allgemein

 

Trotz verregnetem Wetter und Zyklon Warnungen für Queensland haben wir uns nach etwa 1 Woche Verspätung endlich dazu entschieden eine Fraser Tour zu starten. Da wir aber auf die ganzen Touri –Gruppen – Touren keine Lust hatten und Geld sparen wollten, schnallten wir unsere Rucksäcke fest und machten und mit Essen für die nächsten 5 Wochen? auf den Weg zur Fähre. Weil Riverheads (die Anlegestelle) aber etwa 20 km von unserem Hostel entfernt ist, und scheinbar von öffentlichen Verkehrsmitteln gemieden wird, probierten wir es mit erschöpfter Mine und rausgestreckten Daumen. Nach einer halben Stunde blieb das erste Auto neben uns stehen. Ein dickbäuchiger Glatzkopf war so freundlich und nahm mit seinem abgeranzten Peugeot mit zur Fähre. Die Fahrt – neben einigen versifften Socken und getragener Unterwäsche – ging durch die schnelle Art des Fahrens (einfach drauftreten und hoffen dass keiner entgegenkommt) auch sehr schnell rum, weshalb wir die Fähre um 10.15Uhr noch bekamen. Das Ticket gab es dann auch sehr schnell. Leider blieb nur keine Zeit mehr, die Zelterlaubnis für die Insel zu beantragen. Das sollten wir dann vor Ort mit dem Mobilfunkgerät machen.

 Nach ½ stündiger Fährenfahrt erreichten wir Fraser Island und es war so wie ich es mir vorgestellt habe… Alle Touristenkutschen zogen schnell an uns vorbei und wir blieben völlig hilflos mit unseren 2 Rucksäcken und Essenstaschen zurück. Der starke Felix wollte wieder mal allen etwas beweisen und trug den großen Rucksack mit Klamotten, Zelt, Essen und 6x 1,5 Liter Wasserflaschen. Ich hingegen musste ‚nur‘ den kleiner Rucksack mit Isomatten, meinem Schlafsack und noch mehr Essen tragen. Nachdem das mit der Zelterlaubnis mangels des Empfangs unserer Mobilfunkgeräte schon einmal nicht hingehauen hat, machten wir uns einfach mal auf den Weg und hatten den Monsterplan und an Schilder die den Weg angeben zu richten. Kartenlesen sollte man eben können. Wir konnten es scheinbar nicht und entschieden uns für den wohl längeren Weg. Nach 3 Stunden haben wir dann unser Nichtziel erreicht. Man sollte das Gewicht der Rucksäcke nicht außer Acht lassen. Ich hatte etwa 10kg auf dem Buckel, Felix hingegen mindestens 20kg. Supper Typ. Nun waren wir an der Central Station, da wo wir eigentlich nicht hinwollten. Da wir aber durch den Marsch fix und alle waren und leider keinen Lift an einen schöneren Ort finden konnten (die Ackerflitzer waren voll von Tourenliebhabern) schlugen wir – ganz frech – unser Zelt auf einer Picknickwiese auf. (warum frech?? – weil wir keine Erlaubnis hatten und völlig rebellisch gehandelt haben??). Da überall Schilder zu finden waren auf denen vor Dingos gewarnt wurde, verstauten wir unser Essen auf Holzbalken einer Picknickhütte. (Dingos werden durch Essen angelockt, sollte man vielleicht erwähnen!) Um 19 Uhr war es dann auch schon wieder stockfinster weshalb wir den Entschluss fassten, einen kleinen ‚Mitternachtssnack‘ im Zelt zu uns zu nehmen. Es gab Cracker mit Frischkäse, Ruccola, Gurke und Oliven. Gegen 9, wir waren gerade in einem Gespräch vertieft, drückte von außen plötzlich etwas gegen die Zeltwand. Ich konnte die Einwölbung“ direkt neben Felix‘ Kopf sehen, er hingegen nahm nur ein Schnüffeln wahr. Mein erster Gedanke „Ein Ranger, der uns ohne Erlaubnis erwischt“. Felix Reaktion darauf „Menschen schnüffeln doch nicht!“ Da hat er wohl recht. Da ich wirklich riesige Angst hatte und das Tier den Geräuschen nach noch in unserer Nähe war, warteten wir noch eine ½ Stunde und brachten dann schnell das Essen weg.

Da wir trotz Mückenspray wirklich völlig zerstochen waren (ich wurde sogar in die Lippe gestochen, weil diese Mistviecher wohl sonst keine freie Stelle mehr gefunden haben) und das mit der Zelterlaubnis ja nun auch nicht mehr geklappt hat machten wir uns am nächsten Tag schon wieder auf den 8km langen Rückweg.

Nach der Fährenfahrt ging das lange Warten auf einen Lift nach Hervey Bay wieder los. Nach einer Stunde nahm uns eine nette Engländerin mit und fuhr uns direkt ins Hostel zurück, wo wir nun unsere Stiche und Wirbel abschwellen lassen. Um eine grobe Vorstellung zu bekommen, linker Arm 79, rechter Arm 88 Stiche… Das macht einen wirklich völlig wahnsinnig.

Fazit? Gibt’s nicht. Aber ich schätze so Touren sind manchmal doch angebracht.

 

Am Mittwoch feierten wir dann Felix‘ Geburtstag mit allem was dazu gehört. Sonne, Strand und Meer, dazu Tröten, Luftballons und Partyhüte. Das war dann schon ziemlich abgefahren.

17. März 2010

Tag 2 Hervey Bay

Geschrieben von admin in Allgemein

Viel ist nicht passiert. Felix ist seit letzter Woche Dienstag auch endlich in Australien angekommen und Vicky hat sich leider direkt am Mittwoch aus dem Staub gemacht. Sehr schade, war ne supper Zeit mit ihr. Nun hab ich eben Felix an der Backe, ist aber auch sehr nett. Viel konnten wir zur Abwechslung nicht machen. Der Regen macht mich noch völlig wahnsinnig. In Brisbane haben wir noch 4 Tage verbracht, dann ging es nach Noosa. Dort haben wir einen von insgesamt 2 Tagen damit verbracht einen Supermarkt zu suchen um Essen einzukaufen. 10 Kilometer und gefühlte 200 Insektenstiche später sind wir überglücklich am Coles angekommen und haben für unser Festmahl eingekauft. Vicky und ich haben ja schon immer meisterhaft zusammen gekocht, die Kochkünste von Felix sollte man jedoch besonders hervorheben. Nudeln mit Meeresfrüchten, oder Tomaten- Zitronen Sauce, Chili oder einfach mal einen griechischen Salat – gemästet wird hier reichlich. Die meiste Zeit des Tages geht für die Planung des Abendmahls drauf. Die restliche Zeit verbringen wir damit irgendwo die Internetleitung anzuzapfen um nach Jobangeboten zu suchen und die Route weiter zu planen. Klingt vernünftig? – Ist es auch.

Gestern ging es dann mit dem Greyhound weiter nach Hervey Bay. Vollgepackt mit (schönen Sachen die das Leben schöner machen…)- oder in diesem Fall mit Rucksäcken und Einkaufstaschen, machten wir uns auf den Weg zum Zeltplatz. Da der Zusammenbruch kurz bevorstand (großer Rucksack auf dem Buckel (ca. 24 kg), kleiner (inzwischen auch großer Rucksack) vorne (ca. 10kg) und eine Coles Tasche (ca. 5kg) in der Hand, kam der am Straßenrand parkende Einkaufswagen absolut wie gerufen. Alles eingeladen – wie das eben echte Backpacker machen- und schon konnte es weiter gehen.

Zelten macht bei dem Wetter gleich doppelt so viel Spaß. Abends wurden wir dann beinahe ausgeraubt (- ich bin mir ziemlich sicher). Erst kamen 3 Jungs etwa unserem Alters, die Intelligenz ist jedoch nicht annähernd mit unserer vergleichbar… auf uns zu und fragten uns nach einem Mobilfunkgerät. Nach dem 5. „wir haben keins“ haben sie es dann langsam begriffen und sind wieder gegangen. Ich schätze sie dürften bei dem ‚Gespräch‘ meinen Rucksack, der nicht unmittelbar bei uns stand, wahrgenommen haben. Innerhalb der nächsten 6 ½ Minuten tüftelten sie sich einen üblen Plan aus und wollten durch ein (un)gekonntes Ablenkmanöver meinen Rucksack stibitzen. Einer ist auf eine Holzwand geklettert und hat uns angesprochen, sodass wir uns umdrehen mussten. Der andere hat sich etwa 5 Meter vor uns hinter den sanitären Anlagen versteckt und war wohl bereit zum losrennen. Blöd nur dass wir ihn gesehen haben und der Rucksack direkt bei uns war und nicht wie vorher 2 Meter neben uns. Die Typen waren nicht einfach nur sau dumm, sondern auch verdammt unfreundlich und angsteinflößend. Wir sind dann lieber schnell von Dannen gezogen.

Heute war dann endlich mal wieder Strand angesagt. Für eine halbe Stunde, dann hat es wieder geregnet. Außerdem waren wir noch in einem Einkaufszentrum. Dort habe ich die 3 Lenas die ich schon aus Surfers Paradise kenne und in Brisbane zum 2. Mal getroffen habe, wiedergesehen. Verrückte Welt.

Jetzt geht es Einkaufen und anschließend wird wieder fein gekocht.

5. März 2010

Tag 5 in Brisbane

Geschrieben von admin in Allgemein

Heute ist Freitag und wir haben nun zum 2. Mal das Hostel verlängert. Die ersten Tage in Brisbane waren so richtig schön verregnet, was für uns bedeutete, dass wir das Hostel nur zum Einkaufen und zum Internet anzapfen (Mc Donalds, ja auf den ist immer Verlass)verlassen haben. Am 3. Tag ging es dann – in einer kleinen Regenpause – ab in die Bibliothek. Leider dauerte die besagte Pause nur kurz an, sodass wir völlig durchnässt an unserem Ziel ankamen. Gestern hat es dann nach 2 Wochen Dauerregen das erste Mal durchgehend nicht geregnet, was wir dazu ausnutzten Brisbane etwas zu erkunden. Nach einem kleinen Stadtbummel, sind wir über den Brisbane River auf die andere Seite der Stadt gekommen. Dort ging es in die ‚State Library‘ und ins‘ Art Museum‘. Das Städtchen scheint wirklich sehr nett zu sein, den Monsterplan bezüglich der nächsten Aktivitäten haben Vicky und ich aber noch nicht entwickelt. Aber uns bleiben ja noch 5 Tage zusammen, dann reist Vicky die Ostküste hoch.

Heute wird zum 3.Mal im gleichen Hostel (innerhalb der letzten 5 Tage) das Zimmer neu bezogen. Vielleicht gibt es heute ja mal keine Deutschen oder Asiaten – wird sich dann weisen.

Wie man vielleicht merkt, sind wir hier so richtige Langweiler. Die Abende verbringen wir meistens mit unseren deutschen ‚Freunden‘, (die wir schon aus Surfers kennen) im Hostel. Aber auch nur bis 12, dann kommt ein Japaner und verscheucht alle die sich noch unterhalten. Dann heißt es für alle – Klappe halten und Augen zu. Wer nicht horcht, der fliegt… Naja so etwa. Aber immerhin ist ein gesunder Schlaf ja auch wichtig wenn man sooooo viel unternehmen will wie Vicky und ich in den letzten Tagen. Um 10 stehen wir dann meistens auf. Um halb 12 wird gefrühstückt, was meistens 2 Stunden dauert und bevor wir den Tag um 3 starten können wird die Musik nochmal aufgedreht. Abends wird dann gekocht und anschließend ordentlich gespachtelt. So in etwa kann man sich unser Leben gerade vorstellen.