Tag 4 Perth
Die Tage in Adelaide waren sehr schön. Die Bedbugs durften noch bis Adelaide mitreisen und wurden dann entweder durch 5 Maschinen voll mit Wäsche in den Tod geschleudert oder aber vom Insektenvernichter vergiftet. Ansonsten waren wir einmal in Glenelg am Strand, was wirklich richtig schön war. Auf dem Central City Market haben wir nicht nur gut eingekauft, sondern auch einmal bei dem Local Girl Vicky im Cafe ‚Lucias‘ gespeist. Auch so haben wir uns ein paar Mal mit Vicky getroffen und waren am letzten Abend zusammen beim Sushi Train – Bauch voll schlagen und so.
Das Hostel war richtig klasse und auch sonst haben wir uns pudel wohl in der Stadt gefühlt.
Am 26.05.2010 um 8Uhr (Ortszeit Adelaide) ging jedoch unser Flug nach Perth. Dieser war völlig unspektakulär. Als wir dann jedoch um 10Uhr (Ortszeit Perth), das heißt 3 ½ Stunden später – wie kann das sein? 1 ½ Stunden Zeitverschiebung machen es möglich! – landeten und uns auf den Weg zur Gepäckrückgabe machten, erwartete uns Böses. Ahnungslos, was uns bevorstand, erreichten wir schließlich das Ende der Rolltreppe, wo uns das Grauen schon aus der Ferne beobachtete. Nach ein paar Minuten trudelte unser Gepäck dann auch endlich ein. Wir gönnten uns noch etwas Verschnaufpause und warteten einen Moment neben dem Laufband.
Dann geschah es.
Mit einem riesen Satz stürzte sich plötzlich ein graues, haariges Tier auf unsere Rücksäcke. Es schnüffelte zunächst an Meinem, entschied sich jedoch schnell dafür, dass Felix‘ Rucksack doch viel spannender ist. Inzwischen standen 2 Frauen neben uns, die sich wohl dank der guten Nase ihres Prachthundes, sehr sicher waren, dass es sich bei uns eindeutig um Schwerstverbrecher halten muss. Felix musste dann erst einmal seinen Rucksack ausräumen, um sie von dem Gegenteil zu überzeugen. Doch der Hund hatte Recht.
Felix wird wohl dank ihm in die Geschichte der Knoblauchschmuggler eingehen. Naja, der Knoblauch ist weg und wir sind etwas traurig.
Wir haben uns dann auf den Weg ins Hostel gemacht. Was uns dort erwartete gleicht wohl eher einer 5 Sterne Luxusanlage. Die einladende Fassade des Gebäudes, ganz in blau – gelb gehalten, lädt zu einem schönen Aufenthalt ein. Vor dem Hostel findet man sogar ein Paar Zimmer im Freien, jedenfalls weisen alte Bettgerüste und Matratzen darauf hin – wo gibt es sowas schon, einfach einzigartig.
Bei Fragen oder Anmerkungen kann man sich sicher sein, dass zu keiner Zeit Hostelpersonal anzutreffen sein wird – auch nett, so spart man sich den Weg. Das Zimmer ist gut ausgestattet, mit einem komplett durchgelegenen Bett, indem man außer Komfort noch spüren darf, wie sich die Eisenstangen langsam in den Rücken bohren.
Neulich gab uns das Hostelpersonal sogar die Möglichkeit einen kleinen Einblick vom Leben in der Steinzeit zu gewinnen. Die Lichter funktionierten einfach nicht mehr, weshalb die Bäder mit abgebrannten Teelichtern ausgestattet wurden. In dem dunklen Zimmer war man jedoch vollstens auf sich gestellt.
Wenn man nachts mal auf die Toilette muss, bekommt man die Möglichkeit zu einem kleinen Nachtsparziergang. Hierbei wird jedoch besonderes Geschick verlangt, da man die am Boden liegenden Gegenstände dank der fehlenden Lichter im Außenbereich nur erahnen kann. Wenn man es dann in das Hostelgebäude geschafft hat, sollte man noch auf herumliegende Katzen achten. Anschließend kann man sich auf sein bequemes Bett und einen geruhsamen Schlaf freuen.
Ansonsten ist Perth aber so richtig schön. Die blaue Katze fährt uns immer in die Stadt und bringt uns auch sicher wieder ins Hostel zurück. Heute waren wir mal am Swan River und haben etwas Sport gemacht. Dort gibt es nämlich einen sehr modernen Trimm – Dich – Pfad, der einem Fitnessstudio im Freien ähnelt. Supper Sache. Dank der fehlenden Ausdauer sind wir jedoch schnell wieder in die Innenstadt zurück und haben weiter nach Autos geschaut, da wir gerade drauf und dran sind uns ein fahrbares Hilfsmittel für unsere Weiterreise zu kaufen.
Namensvorschläge werden sehnlichst erwartet.