29. Mai 2010

Tag 4 Perth

Geschrieben von admin in Allgemein

Die Tage in Adelaide waren sehr schön. Die Bedbugs durften noch bis Adelaide mitreisen und wurden dann entweder durch 5 Maschinen voll mit Wäsche in den Tod geschleudert oder aber vom Insektenvernichter vergiftet.  Ansonsten waren wir einmal in Glenelg am Strand, was wirklich richtig schön war. Auf dem Central City Market haben wir nicht nur gut eingekauft, sondern auch einmal bei dem Local Girl Vicky im Cafe ‚Lucias‘ gespeist. Auch so haben wir uns ein paar Mal mit Vicky getroffen und waren am letzten Abend zusammen beim Sushi Train – Bauch voll schlagen und so.

Das Hostel war richtig klasse und auch sonst haben wir uns pudel wohl in der Stadt gefühlt.

Am 26.05.2010 um 8Uhr (Ortszeit Adelaide) ging jedoch unser Flug nach Perth. Dieser war völlig unspektakulär. Als wir dann jedoch um 10Uhr (Ortszeit Perth), das heißt 3 ½ Stunden später – wie kann das sein? 1 ½ Stunden Zeitverschiebung machen es möglich! – landeten und uns auf den Weg zur Gepäckrückgabe machten,  erwartete uns Böses. Ahnungslos, was uns bevorstand, erreichten wir schließlich das Ende der Rolltreppe, wo uns das Grauen schon aus der Ferne beobachtete. Nach ein paar Minuten trudelte unser Gepäck dann auch endlich ein. Wir gönnten uns noch etwas Verschnaufpause und warteten einen Moment neben dem Laufband.

Dann geschah es.

Mit einem riesen Satz stürzte sich plötzlich ein graues, haariges Tier auf unsere Rücksäcke. Es schnüffelte zunächst an Meinem, entschied sich jedoch schnell dafür, dass Felix‘ Rucksack doch viel spannender ist. Inzwischen standen 2 Frauen neben uns, die sich wohl dank der guten Nase ihres Prachthundes, sehr sicher waren, dass es sich bei uns eindeutig um Schwerstverbrecher halten muss. Felix musste dann erst einmal seinen Rucksack ausräumen, um sie von dem Gegenteil zu überzeugen. Doch der Hund hatte Recht.

Felix wird wohl dank ihm in die Geschichte der Knoblauchschmuggler eingehen. Naja, der Knoblauch ist weg und wir sind etwas traurig.

Wir haben uns dann auf den Weg ins Hostel gemacht. Was uns dort erwartete gleicht wohl eher einer 5 Sterne Luxusanlage. Die einladende Fassade des Gebäudes, ganz in blau – gelb gehalten, lädt zu einem schönen Aufenthalt ein. Vor dem Hostel findet man sogar ein Paar Zimmer im Freien,  jedenfalls weisen alte Bettgerüste und Matratzen darauf hin – wo gibt es sowas schon, einfach einzigartig.

Bei Fragen oder Anmerkungen kann man sich sicher sein, dass zu keiner Zeit Hostelpersonal anzutreffen sein wird – auch nett, so spart man sich den Weg. Das Zimmer ist gut ausgestattet, mit einem komplett durchgelegenen Bett, indem man außer Komfort noch spüren darf, wie sich die Eisenstangen langsam in den Rücken bohren.

Neulich gab uns das Hostelpersonal sogar die Möglichkeit einen kleinen Einblick vom Leben in der Steinzeit zu gewinnen. Die Lichter funktionierten einfach nicht mehr, weshalb die Bäder mit abgebrannten Teelichtern ausgestattet wurden. In dem dunklen Zimmer war man jedoch vollstens auf sich gestellt.

Wenn man nachts mal auf die Toilette muss, bekommt man die Möglichkeit zu einem kleinen Nachtsparziergang. Hierbei wird jedoch besonderes Geschick verlangt, da man die am Boden liegenden Gegenstände dank der fehlenden Lichter im Außenbereich nur erahnen kann. Wenn man es dann in das Hostelgebäude geschafft hat, sollte man noch auf herumliegende Katzen achten. Anschließend kann man sich auf sein bequemes Bett und einen geruhsamen Schlaf freuen.

Ansonsten ist Perth aber so richtig schön. Die blaue Katze fährt uns immer in die Stadt und bringt uns auch sicher wieder ins Hostel zurück. Heute waren wir mal am Swan River und haben etwas Sport gemacht. Dort gibt es nämlich einen sehr modernen Trimm – Dich – Pfad, der einem Fitnessstudio im Freien ähnelt. Supper Sache. Dank der fehlenden Ausdauer sind wir jedoch schnell wieder in die Innenstadt zurück und haben weiter nach Autos geschaut, da wir gerade drauf und dran sind uns ein fahrbares Hilfsmittel für unsere Weiterreise zu kaufen.

Namensvorschläge werden sehnlichst erwartet.

19. Mai 2010

Tag 1 Adelaide

Geschrieben von admin in Allgemein

So  mein letzter Blogeintrag ist ja nun schon ewig her und trotzdem gibt es gar nicht mal so viel zu berichten.

Fangen wir mal dort an wo wir aufgehört haben – in Airlie.  Eigentlich gibt es hierzu nichts Neues zu berichten, weshalb wir gleich mit Sydney weiter machen. Am 29.April ging der Flug von Proserpine – der wohl kleinste Flughafen den ich bisher gesehen habe – über Brisbane nach Sydney.

Dort kamen wir abends an und ich führte Felix gleich mal durch Chinatown zum Darling Harbour. Ansonsten machten wir das übliche Touri Programm mit. 1x Bondi Beach, 1x Manly, 1x Botanischer Garten, 2x Harbour Bridge und Opera House, ein paar Mal Chinatown sowie Darling Harbour und 1x so richtig Abzappeln mit Garry & Hodge (2 Freunde von Flix, die er aus Canada kennt) und Chris & Alex (2 Freunde von mir, die ich bei meinem letzten Sydney Aufenthalt kennengelernt habe). Die Nacht beendeten wir mit einer Fressorgie durch die Stadt, bei der wir keine Dönerbude oder Ähnliches ausließen. Das war ein Spaß, den nächsten Morgen haben wir jedoch auf den späten Mittag verschoben und das Hostel erst gegen 3 verlassen…

Allgemein lässt sich sagen, dass die Tage in Sydney sehr schön waren, trotz plötzlicher Temperaturumstellung. Irgendwie waren es plötzlich nicht mehr 30°C, sondern eher 12°C.

Am 8.Mai sind wir dann morgens mit dem Greyhound nach Canberra gefahren. Dort waren scheinbar alle Hostels ausgebucht, weshalb wir den Entschluss fassten nach ein paar Stunden Aufenthalt weiter nach Melbourne zu reisen. Wir sind um 13Uhr in der Hauptstadt angekommen und um 23.55Uhr wieder weitergefahren. Wir waren bei irgendwelchen Regierungsgebäuden und in einem riiiieeeesen Einkaufszentrum. Abends gab es noch schnell ein Sub bevor wir um 10Uhr unser Gepäck aus dem YHA holen mussten. Dann war Warten in der Kälte angesagt, da das Busterminal auch schon zu hatte. War aber alles locker, da wir uns ein Hüpfseil gekauft haben, weshalb die Kälte keine Chance hatte.

Nach etwa 9 Stunden Busfahrt erreichten wir dann schließlich Melbourne, wo es uns auf Anhieb richtig gut gefallen hat. Aus den geplanten 5 Tagen wurden 10.

Felix war nach der 1. Nacht schon mit Stichen übersät. Ich hatte keinen einzigen Stich, was doch eher seeeeehr seltsam war. Da es für Mücken schon viel zu kalt ist kamen nur Bedbugs in Frage. Felix beschwerte sich gleich beim Hostelpersonal, die nur mit Skepsis reagierten, da ich völlig verschont geblieben bin. Der Typ von der Rezeption, scheinbar ein echter Bedbugs Profi, bestätigte jedoch unseren Verdacht indem er mit einem  Kennerblick die Stiche begutachtete. Daraufhin wurde unser Bett dank eines Insektenvernichters von Ungeziefer befreit und Felix bekam eine Tigerbalm ähnliche Salbe auf die Haut geklatscht. Damit war das Thema zunächst abgehakt.

2 Tage später fand ich dann jedoch ein widerliches Tierchen auf meinem, auf dem Bettliegenden Socken krabbeln. Wutentbrannt schnappte ich mir den Strumpf und schleuderte das Tier an die Wand. Es blieb nur ein Blutfleck zurück. Da wir so ein Krabbelwesen noch nie zuvor gesehen haben, machten wir uns auf den Weg zum Mägges und googelten danach. Es handelte sich eindeutig um ein Insekt der Gattung Cimex lectularius, im deutschen Sprachgebrauch wird auch von einer Bettwanze gesprochen. In der nächsten Nacht folgten weitere Stiche – für Felix. Naja, irgendwann gelang es uns dann eine Wanze zu fangen, woraufhin unser Bett aufs Neue mit giftigen Gasen besprüht wurde.

Ansonsten war Melbourne wirklich sehr schön. Wir sind oft mit der kostenlosen Tram durch die Gegend gefahren, waren im Royal Botanic Garden, in Fitzroy, an der RodLaver Arena und ganz oft in der Stadt. Außerdem haben wir eine Skimesse besucht und waren auf einem Buddha Fest, wo wir chinapsiatische Nudeln gegessen haben. Klingt aufregend? – War es auch.

Gestern Abend sind wir dann mit dem Bus Richtung Adelaide gefahren, wo wir heute Morgen um halb 6 ankamen. Friedi und Vicky haben mir ja schon viel Gutes von Adelaide berichtet und soweit ich das bis jetzt beurteilen kann, haben sie nicht gelogen. Wir sind hier in einem supper Hostel. Endlich gibt’s auch wieder einen Backofen, weshalb mir Felix gerade meine heißgeliebten Müslischnitten macht! Die Toiletten sind pink und das Klopapier ein Traum! Morgen treffen wir uns mit Vicky, die uns hoffentlich das Städtchen noch etwas näher bringen wird!

Nach Muttis Berechnungen war gestern 1/2 Zeit meines Australien Aufenthalts.