29. Juli 2010

alice springs

Geschrieben von admin in Allgemein

Der Cape Range National Park war sehr schön. Anschließend hatten wir etwa 600km bis Karratha vor uns, was auch immer wir da wollten. Eigentlich war unser nächstes Ziel nämlich der Karijini National Park. Scheinbar ist unser Geschick Straßenkarten zu lesen eher mangelhaft, sonst hätten wir uns etwa 800km sparen können. Die Abfahrt, die uns den Umweg erspart hätte, verpassten wir also. Karratha nutzten wir dazu, unsere Vorräte an Nahrungsmitteln wieder zu füllen.  Danach ging es weitere 400km zum Karijini National Park. Diesmal hatten wir mehr Glück als beim letzten Park, da langes Warten vor dem Eingang trotz Ferien nicht erforderlich war. Die Ranger haben einen provisorischen Zeltplatz für alle die, die auf den üblichen Zeltplätzen keinen Platz mehr bekommen haben, eingerichtet. Ziemlich gute Sache. Am nächsten Morgen ging es um 7 Uhr zur 1. Schlucht mit Wasserfall. Nach ein paar Kletterübungen, trauten wir uns später auch gefährlichere Wege zu. „Wir“ ist übertrieben. Ich zickte zunächst etwas rum. Dank Felix Überzeugungskunst, wagte ich schließlich doch noch den Abstieg in die gefährlich wirkende Schlucht, die bei einem falschen Tritt wohl den Sturz in ein 100 Meter tiefes, dunkles Loch bedeutet hätte.

Um bei der Wahrheit zu blieben – es handelte sich um eine Metallleiter, die einem den Weg nach Unten erleichterte.

Es kamen jedoch noch ein paar weitere Felsen, die unser Klettergeschick auf die Probe stellten auf uns zu. Uns gelang es alle Attraktionen des Parks an nur einem Tag zu sehen, weshalb am nächsten Tag die Weiterfahrt nach Port Hedland bevorstand. Von dort aus waren es noch 600km nach Broome. 2 Tage später erreichten wir unser derzeitiges Ziel und fuhren über holprige Straßen zur Willie Creek Perl Farm, wo ein kostenloser Zeltplatz auf uns wartete.

Bevor Eddie in der gewünschten Parkposition abgestellt werden könnte, musste Felix noch einmal beweisen was für ein lausiger Sandbuddler er doch ist. Er parkte Eddie zum 2. Mal im tiefen Sand. Nach etwa 30Minuten konnten wir Eddie befreien und ich übernahm das Steuer. Das Wetter war sehr gut und das Meer lud zum schwimmen ein. Da wir jedoch nicht als Krokodilhappen enden wollten verschoben wir dies auf die nächsten Tage. Da ging es nämlich nach Broome in das Städtchen, wo wir 3 Tage blieben. Der berühmt berechtigte Cable Beach erfüllte all seine Erwartungen. Am 3. Tag durfte ich mein Talent auf einem Surfbrett beweisen. Mein 1. Mal und ich stand schon beim 2. Versuch – wenn auch nur kurz. Wenn da mal nicht ein echter Meister verloren gegangen ist. Nach einigen Stunden am Strand machten wir uns auf den Weg nach Derby. Von dort aus wollten wir ein Stück auf der Gibb River Road fahren und nach etwa 100km die Abzweigung zum Highway nehmen. Die war nur leider – trotz Schilder zu Beginn der Straße, die das Gegenteil besagten – für alle Eddies und Verwandte gesperrt. Das bedeutete für uns, ohne Allrad – keine Abzweigung. Da die Straße bisher geteert war, beschlossen wir weiter zu fahren, da wir sonst etwa 300km Umweg vor uns gehabt hätten. Wir machten auf einem 24h Parkplatz Halt und fuhren am nächsten Tag weiter.

So war zumindest der Plan. Als wir weiter fahren wollten, bemerkten wir dass wir zunächst einen Fluss überqueren mussten. Felix betrat das fremde Gewässer und musste feststellen, dass das Wasser ihm bis zu den Knien stand. Eine echte Herausforderung für Ed. Den Weg zurück nach Derby hätten wir mit der Tankfüllung nicht 100%ig geschafft und eigentlich war unsere Lust zum Abenteuer auch viel zu groß, als dass wir es nicht wagen wollten, das Gewässer zu überqueren. Felix fuhr ohne große Bedenken auf den Fluss zu. Es spritze durch alle möglichen Öffnungen und auf der Hälfte, nach etwa 5 Metern blieb Eddie an der tiefsten Stelle stehen.

Unser alter Freund verweigerte die Weiterfahrt. Nach ein paar Startversuchen meldete Ed sich zurück. Es dauerte noch ein paar Minuten bis er bereit für den nächsten Teil der Gibb River Road war. Es folgte ein kurzer Halt an einem natürlichen Pool mit einem kleinen Wasserfall. Nach einer kurzen Runde im kalten Nass, fuhren wir weiter. Etwa 100km später verschlechterten sich die Straßenverhältnisse und es ging auf „Gravel Roads“ weiter. Die kleinen Steine zerschlugen wohl einen Scheinwerfer von Eddie, was wir allerdings erst 2 Tage später bemerkten.

Der Staub nahm einem den Atem und verursachte Kopfschmerzen. Leider ging es die nächsten 400km genauso weiter. Außerdem standen noch einige Flussüberquerungen auf dem Programm. Die Gegend war jedoch wunderschön. Gegen 19Uhr erreichten wir den Highway nach Wyndham und waren unglaublich froh, endlich wieder Luft holen zu können. Wir hielten auf dem nächsten Parkplatz. Als wir am nächsten Morgen Eddie starten wollten, gab er kein Lebenszeichen mehr von sich. Auch der Versuch eines Mannes uns Starthilfe zu geben scheiterte.

Ein paar Minuten später kam eine Seniorenkutsche angejukkelt. Felix fragte erneut nach Rat. Der dickbäuchige Mann, scheinbar hat er etwas Ahnung von Autos, rüttelte mit seinen Freunden an Ed herum und als das nichts half, bat er Felix sich ans Steuer zu setzen und in den 2. Gang zu schalten. Er holte ein Abschleppseil und befestigte es an beiden Autos. Nun fuhr er mit Felix im Schlepptau etwa 20 Runden um den Parkplatz. Felix versuchte Eddie zu starten – ohne Erfolg. Nach einer Kaffeepause brachte er uns noch etwas über die Kunst des Abschleppens bei und zog uns 30km nach Wyndham. Hierbei überschritten wir die 100km/h Schallgrenze, was einen neuen Geschwindigkeitsrekord für unseren vierrädrigen Freund bedeutete. In der Werkstatt angekommen, machte der hilfsbereite Dickbäuchige den Mechanikern noch klar, dass sie uns nicht abzocken sollen und verschwand mit seinen 3 Freunden. Unglaublich nette Menschen gibt es hier.

Nach 3 Stunden wurde Ed durchgecheckt. Wir warteten hoffnungsvoll vor der Werkstatt auf ein Resultat. Unsere neugewonnenen Freunde kamen uns auch noch mal besuchen, da sie sich scheinbar um uns Sorgen machten und nach dem Rechten schauen wollten. Dann kam der Mechaniker mit der freudigen Botschaft, dass nur etwas Wasser und Staub in der „starter – engine“ war. Glück gehabt. Nach einer weiteren Nacht auf dem Parkplatz fuhren wir am nächsten Tag nach Kununurra. Dort informierten wir uns erneut nach Arbeit. Ohne Erfolg. Etwas frustriert machten wir uns auf den Weg ins Northern Territory.

Wir machten kurz vor der Grenze noch einen Stopp beim Lake Argyl und fuhren dann einfach in einen neuen Staat. Bei einer Größe von 1347225 km² und einer Einwohnerzahl von gerade mal 223000 kann man sich ja vorstellen wie dicht der Staat besiedelt ist und wie weit man fahren muss um in die nächste Ortschaft zu gelangen. Nach 2 Tagen kamen wir in der 3. größte Stadt des NT an. Katherine (11000EW). Von dort aus starteten wir nach Alice Springs (2. Größte Stadt (28000EW)) durch. Attraktionen wie Devil Marble’s erleichterten den langen Weg  ins Zentrum Australiens. Nach 2 Tagen und 1200km, erreichten wir endlich Alice Springs. Da das Wetter schlecht war fuhren wir allerdings noch etwas weiter in Richtung Ayers Rock – weitere 400km.

Am nächsten Tag ging es schon um 7Uhr wieder los. Man konnte den Stein schon aus der Ferne sehen. Sehr beeindruckend und wirklich anders als auf irgendwelchen Bildern. Wenn man allerdings davor steht wirkt er noch einmal ganz anders. Wir fassten den Entschluss den Stein einmal zu umwandern. In 3 Stunden bewältigten wir die 21km. Danach bemerkten wir, dass wir die Strecke auch einfach mit dem Auto hätten abfahren können. Etwas erschöpft setzten wir uns ins Auto und schürrten schnell zum Kata Tjuta, eine weitere Felsformation im Nationalpark. Nach ein paar Minuten Aufenthalt fuhren wir geschwind zurück zum Uluru, da wir den Sonnenuntergang schließlich nicht verpassen wollten. Da wir alles gesehen haben, machten wir uns wieder auf den Rückweg. Abends gab es noch schnell Chinapsen Fraß und dann ging es völlig erschöpft schlafen.

12. Juli 2010

Tag 2 Cape Range National Park

Geschrieben von admin in Allgemein

Wir sind gerade im Cape Range Nationalpark. Überhaupt hier rein zu kommen war allerdings nicht unbedingt einfach.

Vorgeschichte.

Carnarvon ist eine Rentnerstadt. Schilder die bei uns vor Schulkindern warnen, fordern hier besondere Aufmerksamkeit auf Senioren. Auf Zeltplätzen wird auf übliche Hygienevorschriften die auf den Mülleimer hinweisen verzichtet und dafür auf Regeln wie „Nachttöpfe bitte nicht im Waschbecken entleeren“ hingewiesen.

Ansonsten gibt es dort nicht viel außer Plantagen. Dank der schlechten Erntesaison gibt es dort allerdings auch nicht viel mehr als trockene Pflanzen und ein paar grüne Bananen. Schlecht für uns, da wir eigentlich auf Arbeit spekulierten.

So fuhren wir nach zwei Tagen weiter uns schauten uns die Blowholes an. Hierbei handelt es sich um Löcher in Felswänden aus denen Wasserfontänen schießen. Sehr spektakulär. Dort verbrachten wir weitere 2 Nächte.

Was aber eigentlich viel wichtiger ist, ich habe meinen 1. In der freien Wildbahn schwimmenden Wal gesehen!! Riesige Tiere. Ziemlich abgefahren.

Anschließend ging es nach Rocky Pool und danach wieder nach Carnarvon um einzukaufen. Coral Bay war die nächste Station. Dies ist ein kleines Dorf direkt am türkisblauen Meer (Ningaloo Marine Park) – Dorf ist schon fast übertrieben, da es dort nur zwei Zeltplätze, ein Hostel, ein Hotel und eine kleinen Supermarkt gibt. Da es zur Abwechslung mal wieder warm war, blieben wir dort ebenfalls 2 Nächte und verbrachten die meiste Zeit einfach am Strand.

Danach fuhren wir nach Exmouth. Auf dem Weg dorthin, legte sich Felix geschwind unter Eddie, da wir bemerkten dass Eddie nicht nur einen Sprung in der Scheibe hat sondern auch die ein oder andere Schraube locker ist. Felix fand hierbei wohl endlich seine Berufung und weiß jetzt auch was ihm nach Australien blüht. Eine Ausbildung zum Automechaniker. (Kleiner Scherz!) Mit etwas Kabelbinder wurden alle in Frage kommenden Gegenstände wieder befestigt und die Reise konnte weiter gehen.

Als wir dann in Exmouth ankamen (an dieser Stelle fängt die eigentliche Vorgeschichte an) teilten uns Schilder mit, dass alle Zeltplätze im Cape Range NP restlos ausgebucht sind. Hier sind gerade Ferien, weshalb die Leute schon ab 6Uhr morgens vor dem Park warten um einen Zeltplatz zu bekommen, so sagt man zumindest! Wir nahmen uns einen normalen Zeltplatz und fassten den Entschluss um halb 5 aufzustehen, damit wir auch wirklich den Park passieren können. Um 5 Uhr morgens standen allerdings schon 5 Autos vor uns. Um 8 kam dann der Ranger mit der schlechten Nachricht, dass nur 3 Zeltplätze frei geworden sind, was für uns bedeutete, dass wir den Tag irgendwie anders verbringen mussten.

Wir erkundeten Exmouth und verbrachten einige Zeit bei einem Trampolin, spielten Frisbee und vertrödelten die Zeit bis 7Uhr abends. Dann fuhren wir wieder zum Eingang des Nationalparks und machten Abendessen. Dort waren wir allerdings wieder nicht die ersten. 2 Mädels die am Morgen schon vor uns warteten, waren nun wieder vor uns. Das beruhigte sie ebenso wie uns, da wir so nicht alleine waren. Immerhin ist es wohl nicht unbedingt ganz legal einfach vor einem Nationalpark zu übernachten. Innerhalb der nächsten 4 Stunden kamen 3 weitere Autos. Als wir um 7Uhr wach wurden, waren wir schon zu 13.

Der Ranger kam und funkte pünktlich um 8Uhr die Zeltplätze an um zu fragen wie viele Autos den Park besuchen können. Es wurden genau 2 Autos durchgelassen. Die anderen mussten wieder fahren. Ich sag mal – Glück gehabt. Wir kamen zunächst zu „Ned’s Camp“, der 1. Zeltplatz im Park und gleichzeitig der einzige der frei war. Wir bekamen kurz nach unserer Ankunft frisch gefangenen Fisch von unserem Nachbarn geschenkt und auch sonst machten die Leute einen recht sympathischen Eindruck. Wir beschlossen uns trotzdem dazu den Zeltplat für die nächsten 2 Nächte zu wechseln um mehr vom Park zu sehen. Heute sind wir dann auf den „Kurrajong“ Zeltplatz gekommen und haben uns die „Yardie Creek“ Schlucht und andere Highlights des Parks angeschaut.

12. Juli 2010

Tag 1 kurz vor Carnarvon

Geschrieben von admin in Allgemein

Wir sind nun seit geraumer Zeit mit unserem Eddie in Richtung Darwin unterwegs.

Nach unserem kurzen Aufenthalt in Rockingham ging es weiter in den Norden nach Cervantes. Auf dem Hinweg konnte ich endlich mein erstes, in der Wildnis lebendes Känguru sehen. „Lebendes“ ist hier wohl falsch. Es lag tot am Straßenrand. Das war jedoch nicht das Einzige. Die nächsten 100km folgten etwa 10 Weitere. Irgendwann war dann jedoch auch endlich ein Lebendes dabei, was gerade noch davon hüpfte…

In Cervantes schliefen wir auf einem Parkplatz und machten uns gleich am nächsten Morgen auf den Weg zu den „Pinnacles“. Hierbei handelt es sich um senkrecht stehende, aus dem Boden ragende Steine. Sehr faszinierend. Nach einigen Fotos ging es weiter Richtung Geraldton.

Wir nahmen uns diese Stadt zum Ziel, da wir dort einen MC Donald’s vermuteten, wo alle Spiele der WM übertragen werden. Wir fuhren also 300km um das Deutschland – Serbien Spiel zu sehen. Als wir gegen Abend dort ankamen und uns wie ein Schnitzel freuten als wir das große, gelbe M aus der Ferne sehen konnten, schien der Abend gerettet. Felix wollte den Laden jedoch zuerst unter die Lupe nehmen und kam mit schlechter Mine zu Eddie und mir zurück. Scheinbar haben die wohl die Erfindung des TV- Gerätes noch nicht für sich entdeckt. Wir suchten uns einen Zeltplatz für die nächste Nacht und erfuhren schnell, dass es dort auch einen TV – Raum gibt. Blöd nur, dass dieser um halb 10 zumachte und das Spiel um 9 begann. Etwas enttäuscht beschlossen wir einfach Abendessen zu machen und das Spiel zu vergessen.

Nachdem ich mir beim Karottenschneiden den halben Ringfinger der linken Hand abschnitt, und ich blutüberströmt nach einem Pflaster bettelte, war ohnehin jeder Gedanke an Fußball aus unseren Köpfen verschwunden. So blieb uns auch die peinliche Niederlage der deutschen National 10-11 erspart.

Wir blieben ein paar Tage auf dem Zeltplatz und führten am 21.06 unsere Reise fort. Zunächst fuhren wir nach „Ellendale Pool“, wo wir eine weitere Nacht auf einem kostenlosen Zeltplatz direkt an einem sehr schönen Fluss verbrachten. Danach ging es zum „Coronation Beach“, wo wir wieder 2 Tage verweilten. Als wir am 24.06 weiter Richtung Kalbarri fahren wollte, streikte Eddie. 2 Tage Pause waren wohl zu viel für ihn, oder aber der Wasserhahn der durch die Hauptbatterie in Betrieb gesetzt wird, hat Ed’s Batterie leergesaugt. Nach einigen Versuchen das Auto zu starten, wollten wir ihm ein bisschen Verschnaufpause gönnen und setzten uns in der Zeit hinten auf die Couch.

Plötzlich rollte Eddie rückwärts davon.

Felix sprang mutig, wie er eben ist, in das rollende Auto und brachte es noch kurz vor einer Mülltonne zum stehen. Anschließend kam uns ein älterer Mann zur Hilfe und füllte Eddie mit neuer Lebensenergie. Danach machten wir uns auf den Weg nach Kalbarri, was bekannt durch seinen gleichnamigen Nationalpark ist. Noch am gleichen Tag konnten wir ein paar Highlights von diesem begutachten und machten zunächst am „Grandstand“ Halt. Dort erwartete uns ein großer Felsen, der zum gefährlichen Abstieg einlud. Mit Wandercrocs und Sneakers bereiteten wir uns auf die steinige Schlucht vor. Was wir von dort aus sahen, lässt sich kaum in Worte fassen. Es war wirklich wunderschön. Als es wieder ans Hochklettern ging, versagten beinahe meine Kräfte, wohingegen Felix immer noch fröhlich und munter wirkte.

Wir sahen noch ein paar weitere Attraktionen, wie die „Natural Bridge“ und den „Island Rock“. Danach suchten wir uns einen Schlafplatz um Kräfte für den nächsten Tag zu tanken. Am nächsten Morgen schauten wir uns eine Pelikan Fütterung am Strand an. Sehr spektakulär. Anschließend machten wir uns auf den Weg in den Nationalpark wo wir gleich zu Beginn zwei Touris rumkutschten. Die wollten scheinbar die nächsten 30km zum Fuß bewältigen.

Nach dem durchaus holprigen Weg und etwa 30 Minuten später hieß die erste Station „Nature’s Window“ – eine unglaubliche schöne Felsformation. Danach fuhren wir noch weitere Punkte an, die ebenfalls wunderschöne Ausblicke ermöglichten.

Zur Abenddämmerung machten wir uns auf den Weg Richtung Denham. Das Schild „Denham 330km“ sowie die große Angst ein Känguru oder Dingo platt zu fahren, waren für die Nacht auf einen 24h Parkplatz verantwortlich.

Am nächsten Morgen ging es also vollgetankt weiter. Wir hielten an Touriattraktionen wie „Hamelin Pool“, wo wir uns eine Telegraphenstation anschauten und die Hauptattraktion „Stromatoliten“ verpassten, da wir nicht wussten wonach wir Ausschau halten müssen. Das nächste Ziel hieß „Nanga Bay“. Unsere Straßenkarte lockte mit einem „Natural Spa“, den wir uns nicht entgehen lassen wollten. Vor Ort sahen wir den wunderschönen Strand mit glasklarem Wasser, von einem „Natural Spa“ hat dort jedoch noch niemand etwas gehört.

So ging es weiter zum „Shell Beach“. Wieder ein wunderschöner Strand mit türkisblauem Wasser. Anschließend schlugen wir erneut unser Nachtlager auf einem Zeltplatz direkt am Meer auf.

Am nächsten Tag bewältigten wir die letzten 30km nach Denham und fuhren nach einer kalten Dusche am Strand in den nahegelegenen Nationalpark mit dem wunderschönen Namen „Francois Peron National Park“. Da wir dort jedoch zum größten Teil nur mit 4WD weiter gekommen wären, fuhren wir nur die 1. Station an und begutachteten einen weiteren Natural Spa, ohne ihn zu betreten – wir waren ja schließlich frisch geduscht. Ein nächster uns wichtiger Punkt hieß „Monkey Mia“. Dort kann man vormittags zusehen wie Delphine direkt am Strand gefüttert werden. Da es jedoch etwa 4Uhr mittags war, verpassten wir auch das. Jammerschade.

Wir suchten uns also wieder einen Platz zum Übernachten und fuhren am nächsten Tag, heute!, weiter Richtung Carnarvon. Jetzt sind wir am „New Beach“, was etwa 30km vor Carnarvon ist. Als wir uns bei der Abzweigung „New Beach“ und „Bush Bay“ für den Strand entschieden, wussten wir noch nicht was uns bevorstand. Wir fuhren zunächst auf der sandigen Straße den Schildern nach, doch als man aus der Ferne Wohnmobile uns Zelte erahnen konnte entschied sich Felix kurzerhand dazu, die Strandnähe und etwas Einsamkeit zu bevorzugen. Mit einer leichten Rechtskurve ging es in Richtung Meer. Schade nur, dass Felix bei dieser Aktion wohl vergessen hat, dass Ed keinen 4WD hat, sonst hätten wir uns wohl nicht im Sand – Algen – Gemisch festgefahren.

Es ging weder vor noch zurück. Zunächst wollten wir Eddie einfach wieder ausbuddeln. Ohne Erfolg.

Ein paar Minuten später kam ein netter Herr, der unsere Bemühungen wohl schon etwas beobachtete und zog uns rückwärts mit seinem geländetauglichen Auto aus dem Sand. Das wäre geschafft, jetzt mussten wir nur noch gerade rückwärtsfahren um wieder auf den befestigten Weg zu gelangen. Da man hinten ja keine Augen hat, fuhr uns Felix allerdings direkt in den nächsten Sandhaufen. Der Mann traute uns scheinbar nicht mehr geistige Intelligenz zu, weshalb er nicht gleich davon fuhr sondern quasi nur darauf wartete uns wieder zur Hilfe zu eilen. Der nette Australier sagte uns dann genau wie wir weiter fahren sollten und schließlich fanden wir auch einen netten Platz, der unsere Ansprüche erfüllte. Felix kann ja gar nicht nahe genug am Wasser parken, sodass wir morgen dank der Flut wahrscheinlich mitten im Meer stehen werden.