Fraser Island
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Trotz verregnetem Wetter und Zyklon Warnungen für Queensland haben wir uns nach etwa 1 Woche Verspätung endlich dazu entschieden eine Fraser Tour zu starten. Da wir aber auf die ganzen Touri –Gruppen – Touren keine Lust hatten und Geld sparen wollten, schnallten wir unsere Rucksäcke fest und machten und mit Essen für die nächsten 5 Wochen? auf den Weg zur Fähre. Weil Riverheads (die Anlegestelle) aber etwa 20 km von unserem Hostel entfernt ist, und scheinbar von öffentlichen Verkehrsmitteln gemieden wird, probierten wir es mit erschöpfter Mine und rausgestreckten Daumen. Nach einer halben Stunde blieb das erste Auto neben uns stehen. Ein dickbäuchiger Glatzkopf war so freundlich und nahm mit seinem abgeranzten Peugeot mit zur Fähre. Die Fahrt – neben einigen versifften Socken und getragener Unterwäsche – ging durch die schnelle Art des Fahrens (einfach drauftreten und hoffen dass keiner entgegenkommt) auch sehr schnell rum, weshalb wir die Fähre um 10.15Uhr noch bekamen. Das Ticket gab es dann auch sehr schnell. Leider blieb nur keine Zeit mehr, die Zelterlaubnis für die Insel zu beantragen. Das sollten wir dann vor Ort mit dem Mobilfunkgerät machen.
 Nach ½ stündiger Fährenfahrt erreichten wir Fraser Island und es war so wie ich es mir vorgestellt habe… Alle Touristenkutschen zogen schnell an uns vorbei und wir blieben völlig hilflos mit unseren 2 Rucksäcken und Essenstaschen zurück. Der starke Felix wollte wieder mal allen etwas beweisen und trug den großen Rucksack mit Klamotten, Zelt, Essen und 6x 1,5 Liter Wasserflaschen. Ich hingegen musste ‚nur‘ den kleiner Rucksack mit Isomatten, meinem Schlafsack und noch mehr Essen tragen. Nachdem das mit der Zelterlaubnis mangels des Empfangs unserer Mobilfunkgeräte schon einmal nicht hingehauen hat, machten wir uns einfach mal auf den Weg und hatten den Monsterplan und an Schilder die den Weg angeben zu richten. Kartenlesen sollte man eben können. Wir konnten es scheinbar nicht und entschieden uns für den wohl längeren Weg. Nach 3 Stunden haben wir dann unser Nichtziel erreicht. Man sollte das Gewicht der Rucksäcke nicht außer Acht lassen. Ich hatte etwa 10kg auf dem Buckel, Felix hingegen mindestens 20kg. Supper Typ. Nun waren wir an der Central Station, da wo wir eigentlich nicht hinwollten. Da wir aber durch den Marsch fix und alle waren und leider keinen Lift an einen schöneren Ort finden konnten (die Ackerflitzer waren voll von Tourenliebhabern) schlugen wir – ganz frech – unser Zelt auf einer Picknickwiese auf. (warum frech?? – weil wir keine Erlaubnis hatten und völlig rebellisch gehandelt haben??). Da überall Schilder zu finden waren auf denen vor Dingos gewarnt wurde, verstauten wir unser Essen auf Holzbalken einer Picknickhütte. (Dingos werden durch Essen angelockt, sollte man vielleicht erwähnen!) Um 19 Uhr war es dann auch schon wieder stockfinster weshalb wir den Entschluss fassten, einen kleinen ‚Mitternachtssnack‘ im Zelt zu uns zu nehmen. Es gab Cracker mit Frischkäse, Ruccola, Gurke und Oliven. Gegen 9, wir waren gerade in einem Gespräch vertieft, drückte von außen plötzlich etwas gegen die Zeltwand. Ich konnte die „Einwölbung“ direkt neben Felix‘ Kopf sehen, er hingegen nahm nur ein Schnüffeln wahr. Mein erster Gedanke „Ein Ranger, der uns ohne Erlaubnis erwischt“. Felix Reaktion darauf „Menschen schnüffeln doch nicht!“ Da hat er wohl recht. Da ich wirklich riesige Angst hatte und das Tier den Geräuschen nach noch in unserer Nähe war, warteten wir noch eine ½ Stunde und brachten dann schnell das Essen weg.
Da wir trotz Mückenspray wirklich völlig zerstochen waren (ich wurde sogar in die Lippe gestochen, weil diese Mistviecher wohl sonst keine freie Stelle mehr gefunden haben) und das mit der Zelterlaubnis ja nun auch nicht mehr geklappt hat machten wir uns am nächsten Tag schon wieder auf den 8km langen Rückweg.
Nach der Fährenfahrt ging das lange Warten auf einen Lift nach Hervey Bay wieder los. Nach einer Stunde nahm uns eine nette Engländerin mit und fuhr uns direkt ins Hostel zurück, wo wir nun unsere Stiche und Wirbel abschwellen lassen. Um eine grobe Vorstellung zu bekommen, linker Arm 79, rechter Arm 88 Stiche… Das macht einen wirklich völlig wahnsinnig.
Fazit? Gibt’s nicht. Aber ich schätze so Touren sind manchmal doch angebracht.
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Am Mittwoch feierten wir dann Felix‘ Geburtstag mit allem was dazu gehört. Sonne, Strand und Meer, dazu Tröten, Luftballons und Partyhüte. Das war dann schon ziemlich abgefahren.